Enzian-Schützen Zuchering

Vereinschronik

1884

Das älteste uns bekannte Zeugnis über die Schützengesellschaft Zuchering 1884 ist das abgebildete Festausschusszeichen, welches aller Wahrscheinlichkeit nach anlässlich des 40 jährigen Bestehen der Schützengesellschaft im Jahre 1924 angefertigt wurde. Die heutigen Enzian-Schützen wie diese seit der Eingliederung in den Sportverein Zuchering 1937 e.V. inzwischen heißen gehen auf die Schützengesellschaft Zuchering 1884 zurück. Das Festzeichen fand Oliver Reitzer, Sohn des ehemaligen langjährigen Schützenmeisters Ludwig Reitzer auf dem Dachboden des Anwesens Almweg 4 in Zuchering. Das Zeichen war Jahrzehnte lang an einen Dachsparren genagelt.

 

1893

Ein historisches Zeugnis des Schützenwesens in Zuchering ist die der Schützengesellschaft Zuchering gewidmete Scheibe aus Trirsdorf von 1893. Gemalt von J. Deschter, Maler in Wasserburg am Inn und handsigniert am 23. Januar 1893. Die zufällige Entdeckung verdanken wir Jakob Liebhard. Die Scheibe ist im Privatbesitz eines befreundeten Jagdkameraden. Diese Scheibe ist in folgenden Bild unten abgebildet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1904

Das Bild entstand möglicherweise anläßlich des 20 jährigen Bestehens der Schützengesellschaft Zuchering 1984. Obige Scheibe ist auf dem Bild links unten zu erkennen. Viele der abgebildeten Schützen waren über die folgenden Jahre dem Schützenwesen in Zuchering eng verbunden. Ihre Namen tauchen immer wieder in Berichten, Bildern, Schützenscheiben und mündlichen Überlieferungen auf.

 

Von links nach rechts: Reihe Oben: Hemeter, Josef Kögl, Seegerer (sitzend), Franz-Xaver Felser, Isidor Kögl, Lehrer Eder, Lehrer Fesselmeier, BD Adjutant Wallmeister Heidwein, Andreas Seewald, Zrieschling, Balthasar Sedlmeier ; Reihe Vorne: Wallmeister Költz, Sedlmeier, Bader Angermüller, Schneider Kögl, Karl Storr, Ludwig Kögl, Thomas Christoph, Anton Sandl aus Winden, Isidor Kögl, Leni Bach

 

Nach der Jahrhundertwende sind aktuell leider keinerlei Informationen zu den Aktivitäten der Schützengesellschaft Zuchering 1884 verfügbar. Die Wirren des 1. Weltkrieges dürften ein Übriges dazu getan haben.

 

1924

Die Schützengesellschaft Zuchering 1884 feiert ihr 40 jähriges Bestehen. Zum damaligen Zeitpunkt war das Vereinslokal das Brauhaus in Zuchering. Einige der abgebildeten Schützen sind Verwandte heute noch aktiver Schützenkameraden bei den Enzian-Schützen Zuchering.

 

Von links nach rechts: Reihe oben: Vitus Kessler oder Michael Weiss, Vitus Hauser, Michael Aman oder Hans Weiss, Thomas Geier, Michael Hufnagl, Blasius Schmidl, Johann Schmidl, Hans Zettl ; Reihe Mitte: ?, Hans Alfinger, Karl Leiß, ?, Kleppmeier, Franz Karg, Josef Senner, Bartholomäus Geier, Karl Storr, Max Schmidl, Josef Märkl, Mathias Brandstetter, Hans Zrieschling, ?, Johann Selinger, Alois Kothmaier, Hans Probst; Reihe unten sitzend: Konrad Ettl, Josef Eder, ?, Michael Ettl, Hemeter, Georg Hufnagl, Johann Reichler. Vorne: Josef Ettl

 

1925

Nachdem 40 Jahre im Brauhaus die Büchsen der Schützengesellschaft Zuchering geknallt hatten, bekamen die 1884er einen Konkurrenten im Schützenverein "Eichenlaub", der sich 1925 beim Hirschenwirt etablierte. Meinungsverschiedenheiten führten dazu, dass der Verein sein Domizil in die Herrenschwaige verlegte.

Das Bild belegt in jedem Fall die Gründung des Schützenvereins Eichenlaub 1925. Einige der Mitglieder der Schützengesellschaft Zuchering finden sich nun in der neuen Gruppierung von 1925 wieder. 1. Schützenmeister von Eichenlaub Zuchering war Johann Seldl, erster von links.

 

Von links nach rechts: Reihe oben: ?, Konrad Ettl jun., Baptist Eder; Reihe Mitte: Josef Huber (Jäger), Georg Hufnagl, ?, ?, ?, ?, Ludwig Koch (Schreinermeister), Hans Probst, Kroll, ?; Reihe unten: Leonhard Hufnagl, Johann Schmidl, ?, Kroll, ?, Johann Reichler; Vorne mit Scheiben: Johann Köppl.

 

1928

Ein Zeugnis der Aktivitäten des Schützenvereins Eichenlaub ist die Scheibe anläßlich des Endschießens 1928, welche am 20. März 1928 vom damaligen Schriftführer Johann Schmidl gewonnen wurde.

 

 

1929

Ein Dokument welches die Aktivitäten des Schützenverein "Eichenlaub" in dieser Zeit dokumentiert ist ein altes Schießbuch. Es berichtet von den Schießaktivitäten ab dem 22. Januar 1929 und endet auf Grund herausgerissener Seiten am 30. März 1934.

 

 

1932

Unter anderen ist in dem o.g. Schießbuch des Schützenvereins Eichenlaub auch eine Neuwahl vom 16. Januar 1932 festgehalten. Zum 1. Schützenmeister wurde damals Josef Oexler gewählt. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des damaligen Vorstandes, sowie eine Mitgliederliste finden Sie hier. Wohl kein Zufall, dass fast 20 Jahre später bei der Neugründung unter dem Namen Schützenverein "Enzian" Josef Oexler wieder zum 1. Schützenmeister gewählt wurde.

 

Gleichfalls aus dem Jahres 1932 stammt die Endscheibe der Schützengesellschaft Zuchering. Sie ist das letzte verfügbare Zeugnis über die Aktivitäten der Schützengesellschaft. Die Scheibe wurde von Johann Schmidl am 10. März 1932 gewonnen. Johann Schmidl war zu dieser Zeut ganz offentlich in beiden Vereinen aktiv.

 

 

1933

Mit der Neuwahl am 25. Februar 1933 kam eine komplett neue Vorstandschaft. Zum ersten Schützenmeister wurde zu diesem Zeitpunkt Johann Selinger gewählt. Es fällt auf, dass in der Folge in besagtem Schießbuch die alten Namen nicht mehr auftauchen und sich die Zusammensetzung der Aktiven veränderte.

 

 

1934

Am 10. März 1934 finden sich die letzten Aufzeichnungen im Schießbuch des Schützenvereins "Eichenlaub". Danach wurden die folgenden Seiten entfernt. Wahrscheinlich endeten die Aufzeichnungen im Laufe des Jahres 1935.

 

 

1947

Die NS-Zeit bedeutete für beide Vereine das Ende. Aber schon 1947 fand sich da und dort ein Luftgewehr und der Schießsport lebte wieder auf, diesmal im Gasthaus "Kirchenbauer", wo sich der Schützenverein "Bahnhof" gebildet hatte. Aber nur nach wenigen Jahren löste sich der Verein wieder auf.

 

 

1951

Nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren und den Zeiten des Wiederaufbaus war es dann 1951 wieder soweit. Genau am 10. Februar 1951 trafen sich im damaligen Cafe Loisl eine Anzahl Männer, die Freude am Schießsport hatten, zwecks Gründung eines Schützenvereins. Der damalige Versammlungsleiter, Peter Märkl konnte mit einer Unterschriftenliste 36 Männer als Gründungsmitglieder für einen Schützenverein werben. Der neugegründete Verein gab sich den Namen Schützengesellschaft Enzian Zuchering. Die Bezeichnung des Vereins als Gesellschaft kam dem Gründungsgrund sehr nahe, denn es sollte nebem den Schießsport das gesellschaftliche Beisammensein gepflegt werden. So findet sich im Gründungsprotokoll als Zweck des Vereins auch die Gründung einer Trachtlergruppe und einer Sängerriege. Als 1. Vorstand wurde Josef Oexler gewählt. Ihm zur Seite standen sein Stellvertreter Peter Märkl, Schriftführer Kurt Biallas und Kassier Josef Kaltenegger. Das Gründungsschießen finden Sie hier dokumentiert.

Bereits am 2. März 1951 konnte das Gründungsschießen abgehalten werden, an dem sich 24 Kameraden beteiligten. Gleichfalls 1951 beteiligten sich die Enzian-Schützen wohl zum ersten Mal an einer Fahnenweihe. In Zuchering feierte die Freiwillige Feuerwehr am 1.7.1951 ihre Standartenweihe.

 

 

1953

Am 12. September 1953 siedelte der Verein vom Stammlokal Kaltenegger in das Gasthaus Zrieschling über, wo auf zwei Ständen in der Gaststube bis 1966 geschossen wurde. Im gleichen Jahr baute der Verein in Eigeninitiative eine neue Schießanlage im Keller des Vereinswirtes Fritz Zrieschling mit 4 Ständen für Luftgewehr und Luftpistole. Die Mitgliederanzahl war inzwischen von ursprünglich 27 Gründungsmitgliedern auf über 80 angewachsen.

 

Auch im Jahre 1953 bildete sich für kurze Zeit ein weiterer Schützenverein der sich wiederum "Eichenlaub" nannte und der im "Bierstüberl" seine Heimat fand. Der Verein wurde nach weniger als einem Jahr aufgelöst.

 

 

1955

Die Standarte der Enzian-Schützen wird angeschafft und repräsentiert fortan die Enzian-Schützen.

 

 

1957

Ein Gruppenfoto der Schützengesellschaft Enzian zu Silvester 1957.

 

Von links nach rechts: Reihe oben: Martin Hofbeck, Peter Litter, Ludwig Brüderle, Sebastian Kornprobst, Peter Knikl, Josef Seiler; Reihe Mitte: Johann Prechsl, Adolf Senner, Martin Klotz, Josef Lederer, Peter Märkl, Fritz Zrischling, Markus Fürholzer, Hans Hofmann, Karl Czatlos, Hohmann; Vorne sitzend: Josef Winter, Ferdinand Müller und Baptist Eder.

 

1965

In der kurzen Vereinsgeschichte war der erste Höhepunkt zu verzeichnen. Die neue Fahne, unter Beteiligung von 64 Vereinen aus Nah und Fern, wurde eingeweiht.

 

Bericht folgt

 

1966

Im Rahmen einer internen Vereinsfeier wurde des 15. Gründungsjahres gedacht, an dem die Gründungsmitglieder Ehrennadeln in Silber erhielten

 

 

1973

Die Enzian-Schützen führten das Sektionsschießen der Sportschützen-Sektion Ingolstadt durch.

 

 

1976

Die Gesellschaft feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Gründungsfest vom 25. bis 27. Juni. Zu dieser Veranstaltung konnten 76 Vereine begrüßt werden, wobei die Schützenkompanie aus Finkenberg im Zillertal für einen unvergesslichen Aufmarsch in ihrer schönen Tracht sorgte.

 

 

1979

Die Schützengesellschaft Enzian-Zuchering beteiligt sich am 28. Deutschen Schützentag in Ingolstadt.

 

 

 

1982

Gewitterwolken zogen am Horizont der Schützengesellschaft Enzian Zuchering auf und kündigten unruhige Zeiten für den Verein an. Die Schützengesellschaft musste sich um eine neue Bleibe umschauen, da das Gasthaus Zrieschling geschlossen werden sollte. Nach langen Diskussionen und nach Prüfung aller möglichen Alternativen entschloss sich die Mehrheit der Vereinsmitglieder in einer Hauptversammlung einem Aufnahmeangebot des Sportvereins SV Zuchering 1937 e.V. zuzustimmen. Der SV Zuchering bot eine sofortige Bleibe und innerhalb von 5 Jahren den Bau eines Schießstandes an. Die Schützengesellschaft nannte sich fortan "Enzian-Schützen im SV Zuchering 1937 e.V.". Durch den vollzogenen Beitritt zum SV Zuchering kam eine Welle von Austritten, der meist passiven Mitglieder auf die Schützengesellschaft zu, was auf die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um nahezu den Faktor 5 zurückzuführen war. Von ehemals 128 Mitgliedern schrumpfte der Traditionsverein auf unter 50 Mitglieder. Ein trauriger Moment in der Vereinsgeschichte. Bis zum Neubau des Schützenheimes und des Schießstandes mussten sich die Schützengesellschaft mit einem provisorischen, demontierbaren Schießstand im Saal des Sportheimes begnügen

 

 

1987

Die Enzian-Schützen anläßlich der Jahreshauptversammlung im Januar 1987.

Im Bild von links sitzend: Michael Schmidl, Kurt Biallas, Max Senner, Anni Kracher, R. Thaller, Gerti Schweiger, Sabine Kracher, Daniela Kracher, Konrad Lindauer, Andreas Senner. Stehend von links: Ludwig Liebhard, Alois Kaltenegger, Sigfried Frank, Alois Reichler, Walter Kracher, Karl Hofmann, Anton Huber, Alfred Gabriel, Josef Faig, Walter Schweiger, Jakob Liebhard, Wolfgang Wesselsky, Lorenz Wittmann, Peter Knikl, Xaver Bierach jun., Bernhard Oexler, Adolf Senner und 1. Schützenmeister Ludwig Reitzer.

 

 

1988

Nach tatkräftiger Mithilfe beim Bau der neuen Schießanlage durch fleißige Schützen-Mitglieder und Sportkameraden aus den anderen Abteilungen, konnte der neue Schießstand mit 8 Schießbahnen für Luftgewehr und Luftpistole, sowie ein Aufenthaltsraum 1988 in Betrieb genommen werden.

 

 

1991

Die Enzian-Schützen feiern ihr 40-jähriges Bestehen und ehren verdiente Mitglieder.
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Im Bild von links: Alois Reichler, Peter Knikl, Kurt Biallas, Konrad Lindauer, ?, Gerti Schweiger,
1. Schützenmeister Jakob Liebhard, Siegfried Frank, Sabine Kracher, Michael Schmidl , Walter Kracher, Xaver Bierach, Karl Hofmann, Michael Mayer und Sektionsschützenmeister Horst Sixl.

 

 

1992

Die Vereinsfahne wird renoviert. Die erheblichen Kosten werden größtenteils über Spenden finanziert. Die Enzian-Schützen sind stolz, dass es ihnen am Ende gelang das Vorhaben umzusetzten. Das Bild zeigt die Segnung der Fahne.

 

 

Die Enzian-Schützen führen das Sektionsschießen 1992 durch. Die Preisverleihung findet im Zucheringer Sportcenter statt:

 

 

Im Jahre 1992 wurde eine Luftpistolen-Mannschaft gegründet und somit eine weitere Disziplin eingeführt.

 

 

1993

Mit dem Bogenschießen wird nun noch eine weitere Disziplin hinzugefügt. Das Interesse ist groß und bald schon etabliert sich eine aktive Gruppe von Schützen. Gleichfalls in 1993 führen die Enzian-Schützen ein Werbungsschießen durch um auf den Schießsport aufmerksam zu machen.

 

 

2001

Die Enzian-Schützen feiern ihr 50-jähriges Bestehen nach der Wiedergründung 1951 in kleinem Rahmen. Zu Gast in der Patenverein Einigkeit Haunwöhr, sowie Verteter von Gau und Sektion.

 

 

 

2006

Mit sehr viel Engagement und Arbeitsstunden sanieren die Enzian-Schützen die Schützenstube und den Schießstand im Keller des Sportcenters Zuchering. Neben der Einbringung energetischen Maßnahmen wurde ein eigener Auswertebereich für den Schießbetrieb geschaffen.

 

 

2007

Insgesamt 14 Ortsvereine aus Zuchering, Seehof, Hagau und Winden nahmen am erstmals veranstalteten Ortsteilschießen unter der Schirmherrnschaft von Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann teil
Detailierter Bericht

 

 

2008

Die Preisverleihung des 2. Ortsteilschießen fand 25. Juli im großen Saal des Sportcenters statt und war bestens besucht. Die Preisübergabe übernahm der Schirmherr und Stadtrat Franz Liepold.

Detailierter Bericht

 

 

 

2011

In diesem Jahr ging unsere neugestaltete Webseite online. Massgeblich zu der Gestaltung hat unser ehemaliger Schützenmeister Harald Werner beigetragen der sie auch die nächsten Jahre administrativ betreut hat.

 

Letzte Anpassung dieser Seite: 20.02.2016

 

 

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